In Zeiten der sinkenden gesetzlichen Rente sollte sich jeder, der im Alter nicht am Existenzminimum leben möchte, frühzeitig über private Möglichkeit zur finanziellen Vorsorge erkundigen. Eine immer beliebter werdende Variante ist die Riester Rente, die 2002 in Reaktion auf die beschlossene Rentenkürzung eingeführt wurde.
Beim Sparen mit zertifizierten Produkten werden einem Steuervergünstigungen gewährt, zudem bekommt man eine jährliche Zulage von Vater Staat. Dank dieser Unterstützungen ist die Rendite auch ohne hohe Zinserträge sehr ordentlich, der garantierte Mindestzinssatz beträgt aktuell 2,25 Prozent. Besonders verheiratete Paare mit vielen Kindern profitieren von der Riester Rente, denn für sie sind die Zuschüsse am höchsten. Generell gilt für den Abschluss eines Sparvertrages, dass der Ertrag logischer Weise umso höher ist, je früher man mit dem Einzahlen beginnt. Was die Riester Rente für junge Sparer besonders attraktiv macht, ist die Flexibilität der monatlichen Beiträge. Die jährliche Mindesthöhe ist sehr gering und die Beträge können ganz variabel der jeweils aktuellen wirtschaftlichen Situation angepasst werden.
Zudem erhalten seit 2008 alle, die sich vor Vollendung ihres 25. Lebensjahres zur Ergänzung ihrer Rente durch einen Riester-Vertrag entschließen, einen einmaligen Bonus in Höhe von 200 Euro. Das einzige Problem bei der Riester Rente ist, dass es unter keinen Umständen eine Gesamtauszahlung des Sparvermögens gibt, sondern immer eine monatliche Rente.
So kommt es häufig vor, dass der Sparer stirbt, bevor er sein Guthaben aufbrauchen konnte. In diesem Fall ist es für die Angehörigen sehr schwer, dieses Geld zu retten – lediglich der Ehepartner kann den Restbetrag auf sein eigenes Riester-Konto gutgeschrieben bekommen.

