Schicksal Schuldenfalle – Stiftung hilft Arbeitnehmern in Not beim Neustart


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Ein Sturm zerstört das Dach des Eigenheimes, die Versicherung zahlt nicht. Einer alleinerziehenden Mutter wachsen die Ausgaben für Heizung, Kleidung und Miete über den Kopf. Ein Kind erkrankt schwer, die rettende Therapie verschlingt eine 6-stellige Summe. Immer wieder geraten Arbeitnehmer unverschuldet in existenzielle materielle Not. In der Folge verlieren sie oft nicht nur ihr Vermögen, ihr Haus und ihren Arbeitsplatz sondern auch ihr Selbstwertgefühl. Ein Leben, womöglich das Leben einer ganzen Familie, wird zerstört. In solchen Fällen hilft seit 2003 die Stiftung ‘Arbeitnehmer in Not’. Rund 400.000 Euro stellen die Gründer Dagmar und Dieter Reitmeyer pro Jahr für Menschen zur Verfügung, die ohne eigenes Verschulden in eine persönliche oder wirtschaftliche Krise geraten sind. Neben der unmittelbaren finanziellen Unterstützung leistet die Stiftung vor allem Hilfe zur Selbsthilfe. Sie zeigt den Betroffenen einen Ausweg aus der Schuldenfalle, hilft bei der Stabilisierung der beruflichen Situation oder bietet sogar die Chance auf einen kompletten Neustart. Über 300 Personen konnte so schon geholfen werden.

Die gemeinnützige „Dagmar und Dieter Reitmeyer Stiftung – Arbeitnehmer in Not“ ist Ausdruck der Philosophie der beiden Gründer. Denn auch in ihrem Unternehmen redi-Group – einem technischen Dienstleister mit rund 1.500 Mitarbeitern – steht der Mensch im Mittelpunkt. Statt also den shareholder value zu maximieren, setzt man bei redi lieber auf die human values, die menschlichen Werte. „Wer Menschen führen will, muss Menschen mögen“, so der geschäftsführende Gesellschafter Dieter Reitmeyer. Mit ihrer Stiftung möchten die Reitmeyers jenen Menschen, denen das Schicksal weniger gnädig war, etwas vom Erfolg ihres Unternehmens zurückgeben.

Dabei stellt die tägliche Praxis der Stiftung die Familie vor große Herausforderungen, gerade seit Beginn der Finanzkrise. Die Not ist groß und der Umfang der Anfragen übersteigt das Budget um ein Vielfaches. „Ich weiß nicht, was schwieriger ist: einen Betrieb aufzubauen oder Menschen die erhoffte Hilfe verweigern zu müssen“, sagt Dieter Reitmeyer. Doch gerade in der aktuellen Krise halten die beiden Stifter unbeirrt an ihrem Ziel fest: Menschen, die unverschuldet in Not geraten sind, zu einem neuen Start zu verhelfen, um ihre Arbeitskraft, ihre Individualität und ihre menschliche Schaffenskraft für die Gesellschaft zu erhalten.


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