Nach einem Absatzeinbruch von 20 Prozent im Jahr 2008 versucht Toyota, mit reduzierten Zinssätzen die Verkaufszahlen anzukurbeln. Käufer von Modellen der Marken Daihatsu, Lexus und Toyota zahlen im Mai maximal 7,99 Prozent, im April lag der Höchstsatz bei 8,49 Prozent.
Auch Mitsubishi lockt mit günstigeren Zinsen. Wer die Modelle Colt Coupé-Cabriolet und Lancer Evolution über den Hersteller finanziert, zahlt aktuell bis zu 7,25 Prozent, im April war es ein halber Prozentpunkt mehr. Die Finanzierung des Modells Outlander – Modelljahr 2009 – kostet derzeit bis zu 4,99 Prozent, im Vormonat lag der Höchstsatz bei 7,75 Prozent.
Anders die deutschen Hersteller: Mercedes und die VW-Tocher Seat lassen die Ratenzahler zur Ader. Der Stuttgarter Premiumhersteller verlangt im Mai für die Finanzierung gebrauchter Mercedes-Benz und Smart 5,9 Prozent – zwei Prozentpunkte mehr als im Vormonat. Seat berechnet aktuell beim Sonderprogramm „PowerPaket Plus“ bis zu 6,9 Prozent (AutoCredit) beziehungsweise 7,9 Prozent. Im April waren beide Spitzensätze um zwei Prozentpunkte niedriger.
Eine Reihe von Herstellern offeriert aber nach wie vor zinslose Kredite – zum Beispiel Citroën, Honda, Opel, Peugeot und Saab.
Die meisten Autokäufer finanzieren ihren Wagen per Kredit. Dabei sollte klar sein: In aller Regel gewährt der Händler kaum Rabatt auf den Kaufpreis, wenn die konzerneigene Bank den Kredit beisteuert. Käufer müssen sich also entscheiden zwischen einem relativ günstigen Zins und einem Rabatt.
„Der Vergleich der Gesamtkosten lohnt sich“, rät Max Herbst von der FMH-Finanzberatung. „Ist der Händler zu Zugeständnissen beim Kaufpreis bereit, rechnet sich oft ein etwas teurer Ratenkredit.“ Ein Beispiel: Das Auto kostet regulär 25 000 Euro. Der Händler bietet einen 3-Jahres-Kredit mit 2,99 Prozent effektivem Jahreszins an. Selbst wenn der günstigste Ratenkredit einer Bank beispielsweise 5,45 Prozent kostet, führt er zu niedrigeren Gesamtkosten, sobald der Händler mehr als 525 Euro Rabatt auf den Neupreis gewährt.

